2017

Freitag,20.01.2017

Samstag,25.02.2017

Mit kleinen Anekdoten  und Sketchen sorgten Schüler der 3 a der Borndalgrundschule für viel Heiterkeit, aber regten auch zum Nachdenken an. Manchmal fiel der Groschen bei den Großen etwas spät. Foto: Detlef Held  Altenberge – Von Detlef Held, Anke Sundermeier

An Narren-Nachwuchs ist kein Mangel Prinz Michael kam ins Schwitzen

Grundschüler sind die besten „Narren“. Das stellte am Freitagvormittag auch Prinz Michael I. bei seinen Besuch in den beiden Altenberger Grundschulen fest. Und sie brachten den närrischen Regenten sogar ins Schwitzen

Es war eine Begrüßung der besonderen Art am Freitagmorgen in der Borndalschule für Prinz Michael I. und sein Gefolge. Nach der Melodie „An der Nordseeküste “ empfingen die 170 kostümierten Grundschüler und das Lehrerkollegium den Regenten von der KG St. Johannes. „So ganz persönlich wurde er noch nie begrüßt“, befand sein Gefolge und sie klatschten und sangen alle begeistert mit.

„Doch ein wenig Bammel hatte er schon vor dem Besuch“, wie der Prinz zugab, denn er muss traditionell immer auch einige knifflige Rätsel lösen. So scheiterte er beispielsweise an der Frage, welches Tier das lustigste ist. (Die Lösung: Das Pferd, denn es veräppelt viele).

Doch das närrische Oberhaupt zog sich achtbar aus der Affäre, wusste drei von sieben Antworten. „Eine gute Leistung“, befand dann auch Schulleiterin Dörthe Plettendorf , „das haben nicht alle geschafft.“ Sie gratulierte mit einem eigens gebastelten Schulorden für den Prinzen und seine Gefolgschaft.

Doch es galt nicht nur Rätsel zu lösen. Die Klasse 3a hatte Sketche eingeübt, die vor allem die Erwachsenen zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken anregte. Die Klassen 2b und 4a sorgten mit schmissigen Tanzeinlagen dafür, dass nicht nur die großen, sondern auch alle kleinen Narren in der Aula begeistert mitmachten. Zum Abschluss gab es eine Polonaise durch die Schule, angeführt von Prinz Michael und seinen närrischen Mitstreitern, bevor es Süßigkeiten für die Schüler regnete.

 

Donnerstag,06.04.2017

Am fünften Projekttag stand das Abschlussfest auf dem Programm. Die Mädchen und Jungen gestalteten farbige Bilder vom „traurig sein“. Foto: nix Von Rainer Nix

Intensiv beschäftigten sich die Schüler der Borndalschule mit dem Thema „Tod“. Zu Gast war die Hospizinitiative Altenberge.

Das Thema „Tod“ bewegt sich auch für Kinder langsam aus der Tabuzone heraus. Das Projekt „Hospiz macht Schule“ ermöglichte den Mädchen und Jungen der vierten Klasse der Borndal-Grundschule bereits im fünften Jahr, sich mit der Aufarbeitung existenzieller Fragen auf ihr Leben vorzubereiten.

Fünf Tage lang zeigten sechs Mitglieder des Hospizkreises Altenberge behutsam verschiedene Facetten der Bereiche Tod und Trauer auf. Welche Erkenntnis die Kinder aus dieser Zeit mit nach Hause nahmen, erstaunt vielleicht: „Dass man keine Angst vorm Sterben und dem Tod haben soll“, sagte die zehnjährige Charlotte. Vorher fürchtete sie sich schon ein wenig davor. „Ich habe auch gemerkt, dass man keine Angst davor haben soll“, bestätigte Ceylin, neun Jahre alt.

Neben Gesprächen und kreativen Strategien stammte die Schüsselszene letztlich aus einem Film. In der Fernsehreihe „Willi will’s wissen“ erkundet der gleichnamige Reporter kindgerecht immer neue Themen. Er besucht auch einen Bestatter, der mit ihm in den Verabschiedungsraum geht. Diese Szene erweckt zwar immer wieder gewisse Betroffenheit, doch die Schüler waren viel stärker von einem 86-jährigen Mann fasziniert, der weiß, dass seine Zeit bald gekommen ist. Er betont, dass er dennoch niemals Angst vorm Sterben hatte. Gerade diese Aussage beeindruckte die Kinder nachhaltig.

„Wir setzen fünf Schwerpunkte“, erläutert die Zweite Vorsitzende des Hospizkreises, Cordelia Balzer-Ickert. Sie lauteten „Werden und Vergehen“, „Krankheit und Leid“, „Sterben und Tod“, „Traurigkeit“ sowie schließlich „Trost und Trösten“. Viel hänge davon ab, inwieweit Kinder mit den Themen bereits in Berührung kamen, sagt Balzer-Ickert. Die Viertklässler des aktuellen Jahrgangs wussten vor allem vom Ableben ihrer Urgroßeltern zu erzählen. „Im letzten Jahr berichtete ein geflüchteter Junge, er wisse nicht, ob seine Eltern in Syrien noch Leben“, so die Zweite Vorsitzende. „Mit solchen Erfahrungen ist die Ausgangssituation natürlich noch eine ganz andere.“

Den Kindern wird vermittelt, wie sich mit schwerwiegenden Ereignissen, wie dem Tod, umgehen lässt. Dazu gehört die Ermutigung, Gefühle nicht zu verbergen. Bedeutsam ist auch die Erfahrung, dass Menschen in der Lage sind, sich gegenseitig zu trösten. Die Schüler verfassten zum Beispiel „Trostbriefe“ oder malten Bilder, auf denen sie ihre Befindlichkeiten mit Farben und Formen ausdrücken.

Die Eltern hinterfragen das Hospiz-Projekt mittlerweile nicht mehr so kritisch. Die meisten finden es gut, dass ihre Kinder auf behutsame Weise an die Thematik herangeführt werden. Beim Abschlussfest verschafften sie sich einen Eindruck vom Verlauf der Woche.

 

Fr., 12.05.2017

Känguru-Wettbewerb

 

Sa., 20.05.2017

Freitag,29.09.2017

Freitag,13.10.2017

Apfeltag

Samstag,04.11.2017

Donnerstag,09.11.2017

 

Donnerstag,14.12.2017 – „Westfälische Nachrichten“

Die Mädchen und Jungen der Borndalschule schauten fasziniert der Aufführung des „Pindakaas Saxophon Quartetts“ zu. Foto: ix

Altenberge – Begeistert waren die Schüler der Borndalschule von der Aufführung „Nussknacker und Mausekönig“.    Von Rainer Nix

„Ich kenne die Geschichte“, sagte ein Mädchen bevor die Aufführung „Nussknacker und Mausekönig“ in der Borndalschule begann. Es hatte in einem Buch von dem dramatischen Kampf des guten Nussknackers gegen den gemeinen Mausekönig gelesen. Doch ob es die Geschichte jetzt wiedererkennen würde, ob die Akteure alles genauso inszenieren würden, wie im Buch beschrieben? Da war die junge Dame doch ein wenig skeptisch, allerdings völlig unbegründet. Das hochkarätige „Pindakaas Saxophon Quartett“ mit Musikern aus Münster und dem Ruhrgebiet sowie der Schauspieler Frank Dukowski brachten das musikalische Wintermärchen meisterhaft auf die Bühne.

Die Erzählung stammt aus der Feder von E.T.A Hoffmann, einem Schriftsteller der Romantik-Epoche. Das Saxofon-Quartett unterlegte sie mit Musik aus der „Nussknacker-Suite“ von Peter Tschaikowsky und Klängen anderer Komponisten.

Als Dukowski die Bühne in Gestalt des Uhrmachers Drosselmeier betrat, waren die Kinder begeistert. Der skurrile Kauz mit seiner weißen Perücke und den Kniebundhosen wirkte auch zu komisch. Ungehalten versuchte er, eine Uhr zum Ticken zu bewegen. Dann hatte er auch noch die „Zuckerfee“ eingesperrt, bevor er sie aus ihrem Gefängnis wieder befreite.

Altenberge Konzert in der Borndalschule

Doch so richtig spannend wurde es, als Drosselmeier die Geschichte von seinem Patenkind Clara erzählte, dem er einst am Weihnachtsabend einen großen hölzernen Nussknacker schenkte. Die 170 Schüler der Klassen eins bis vier waren ein aufmerksames Publikum. Musikalisch erweckte das Pindakaas-Quartett die Szenen zum Leben und griff dabei tief ins Schatzkästlein klassischer Melodien. Auf diese Weise wurde es keine Sekunde langweilig. „Solche Aufführungen zu zeigen, gehört zu unserer Kulturarbeit“, sagte Schulleiterin Dörthe Plettendorf. „Jede Klasse besucht auch einmal das Stadttheater Münster“, fügte sie hinzu. Auch auf das Heranführen der Kinder an musisch-literarische Bereiche werde großen Wert gelegt.

Mittwoch,20.12.2017 – „Westfälische Nachrichten“

Di., 19.12.2017

Give & Take Fantasie freien Lauf lassen

Der „Wunschtraum-Baum“ entstand in der Kulturwerkstatt an der Bahnhofstraße und steht jetzt bereits in der Aula der Borndal-Grundschule. Foto: Rainer Nix

Von Rainer Nix

Altenberge. „Wünschen“ passt gut zu Weihnachten. So wurde im letzten Modul 2017 des Projektes „Give & Take Part 2“ in der Kulturwerkstatt ein „Wunschtraum-Baum“ gestaltet. Deutsche und Flüchtlingskinder arbeiteten kreativ miteinander.

„Wünschen“ passt ziemlich gut zu Weihnachten. So wurde beim im letzten Modul 2017 des Projektes „Give & Take Part 2“ in der Kulturwerkstatt ein „Wunschtraum-Baum“ gestaltet. Drei Klassen der Borndal-Grundschule machten mit, die Schüler ließen dabei ihrer Fantasie freien Lauf. Deutsche und Flüchtlingskinder arbeiteten sehr kreativ miteinander.

Unter Anleitung des Kulturwerkstatt-Künstlerteams Munir Nikouzinat, Annette Hinricher, Carina Primus, und Sven Lebera wurden Ideen entwickelt und handwerklich umgesetzt. Nun ist der Baum fertig und wurde in die Aula der Schule transportiert.

„Ich habe einen Apfel gestaltet“, sagt der zehnjährige Tristan. Warum? Nun, Äpfel schmecken ihm eben ziemlich gut. „Ich habe einen Hund gebastelt“, erklärt Marlena, acht Jahre alt. Damit drückt sie ihren Wunsch aus, zu Hause auch einen Vierbeiner als Freund zu haben. Die Kinder malten, filzten oder häkelten ihre Träume, die den Baum jetzt zieren.

„Die Kinder sind zu Fuß zur Kulturwerkstatt gewandert und kommen immer sehr gern hierher“, sagt Schulleiterin Dörthe Plettendorf. „Ich denke, mit dem Wunschtraumbaum ist eine sehr schöne Gemeinschaftsarbeit entstanden, worauf wir immer viel Wert legen.“

„Seit 2014 arbeiten wir am Give & Take-Kreativprojekt für junge Geflüchtete und ihre Paten“, erläutert Susanne Opp Scholzen, Leiterin der Jugendkreativwerkstatt. „Wir laden auch Paten kostenlos oder zu günstigen Konditionen mit ein, weil wir von Anfang an vermeiden wollten, den Fokus ausschließlich auf die Geflüchteten zu legen“, fügt sie hinzu.

Das Land NRW förderte „Give & Take Part 2“. Im Dezember konnten insgesamt acht Gruppen gewonnen werden, sich in Aktionen einzubringen. Der Projektname Give & Take, Geben und Nehmen, soll deutlich machen, dass die Menschen in Deutschland den Geflüchteten nicht immer nur etwas geben, sondern auch etwas zurückbekommen. „Man soll in einer gegenseitig wertschätzenden Atmosphäre Kontakt zueinander aufbauen“, betont Opp Scholzen. Kinder haben es dabei oft leichter, weil sie sehr schnell recht gut Deutsch sprechen, lernwillig sind und sich leicht begeistern lassen.

Lehrer und Akteure der Kulturwerkstatt stellen immer wieder fest, dass ein anderer Lernort als die Schule das Engagement der Kinder steigert. Die Möglichkeit, sich wie in der Kulturwerkstatt unter anderen Rahmenbedingungen zu bewegen, wirkt motivierend. „Give & Take“ geht 2018 in die dritte Runde.