2019/2020

Mittwoch, 13.05.2020

 


Donnerstag, 27.02.2020

Borndalschüler freuen sich über Schulhund
„Skipper“ bereichert den Alltag

Der Schulhund von Britta Bucholz kommt in der Borndalschule gut an. Die Vorlesezeit ist für die Kinder immer wieder ein besonderes Ereignis.

Britta Bucholz (l.) kommt regelmäßig mit ihrem Hund „Skipper“ in die Borndalschule. Ermöglicht wird das Projekt auch durch eine Spende der Volksbank, die Jens Hauptmeier an Nina Eilert, die Fördervereins-Vorsitzende, überreichte.

„Juhu, Skipper kommt heute zu Besuch“, heißt es immer in der Borndalschule, wenn die Kinder das Schulhund-Symbol auf dem Stundenplan entdecken.

Skipper ist ein drei Jahre alter Berner Sennenhund. Er hat sich bereits vor den Weihnachtsferien bei den Schülern zusammen mit seinem Frauchen Britta Bucholz vorgestellt. Seitdem besucht er immer dienstags die acht Schulklassen.

Vierbeiner

„Die Kinder genießen die Zeit mit dem Vierbeiner und lernen viele wichtige Eigenschaften im Umgang mit Hunden kennen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Borndalschule.

Es finden Aktionen mit der ganzen Klasse statt sowie in kleineren Gruppen. Dies können zum Beispiel Pausengänge sein, bei denen Kinder die intensive Zeit mit dem Vierbeiner sehr genießen. Auch die Vorlesezeit mit Skipper ist für die Schüler ein besonderes Ereignis.

Ängste überwinden

Ziel ist es, nicht nur den richtigen Umgang mit Hunden kennenzulernen, sondern auch Ängste zu überwinden und das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken. Die sozialen und emotionalen Fähigkeiten aller Schüler werden beim Einsatz von Skipper im Klassenraum deutlich gefördert. So stellen die Lehrkräfte durch die bloße Anwesenheit von Skipper sowohl eine Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und Rücksichtnahme bei den Kindern fest als auch eine deutliche Verbesserung der Arbeits- und Lernmotivation.

Ermöglicht wurde dieses Projekt durch eine Spende der Volksbank Altenberge. 1500 Euro wurden aus dem Spendentopf bereitgestellt und durch Jens Hauptmeier, der Vorsitzenden des Fördervereins, Nina Eilert, und der kommissarischen Schulleiterin Ulrike Zeljko übergeben. „Wir sind sehr dankbar, dass die Volksbank einen so großen Spendenbeitrag geleistet hat“, freut sich Ulrike Zeljko.

Die Volksbank ließ sich schnell von Nina Eilert für dieses vielseitige Grundschulprojekt begeistern. Nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Eltern und Lehrern komme das Projekt gut an, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

Mittwoch, 05.02.2020

Liedermacher Detlev Jöcker tritt in der Borndalschule auf
Lehrreich und unterhaltsam
 
Von der ersten Minute machten die Kinder bei Jöckers Liedern begeistert mit.

Der Liedermacher Detlev Jöcker war im Rahmen der „Days for Future-Projekttagen“ in der Borndalschule. Dort begeisterte Jöcker mit vielen alten und neuen Liedern.

Von Rainer Nix

Detlev Jöcker , Jahrgang 1951, bekannter Komponist, Texter und Sänger von Kinderliedern aus Münster, gastierte am Mittwochmorgen in der Borndalschule. „Seine Lieder passen sehr gut zu unseren „Days for Future“-Projekttagen“, betonte die kommissarische Schulleiterin Ulrike Zeljko . Zusätzlich erlebten Vorschulkinder aus Altenberger Kitas das Konzert, das der Botschafter des Deutschen Kinderliedes mit seiner Frau Kornelia an der Technik in der Aula gab.

Jöckers Bewegungslieder sind Kult. Mit „Guten Tag liebe Leute, wir singen wieder heute“ startete er in sein Programm. Den Refrain sangen die Mädchen und Jungen leidenschaftlich mit. Klatschen, Hüpfen und Trampeln wärmten auf für die nächsten Titel wie „Eins, zwei, drei im Sauseschritt, gehen alle Kinder mit“. Auch das schnelle „Wir sind aus weichem Gummi und tanzen einen Flummi“ verfehlte seine Wirkung nicht. Die Kinder waren fasziniert von den flotten, eingängigen Melodien und machten begeistert mit.

Dann sang Jöcker Klima- und Umweltlieder, mit denen er einen lehrreichen sowie unterhaltsamen Beitrag zu den Projekttagen leistete. Putzmittel, die es gut duftend haufenweise in bunten Flaschen zu kaufen gibt, wurden zunächst kritisch beäugt. Chemie hinterlässt Rückstände im Wasser und in der Nahrungskette. Um die zahlreichen Saubermacher sollten Mädchen und Jungen einen großen Bogen machen. „Alles was zum Putzen ist, ist für uns Kinder großer Mist“, sangen die Schüler engagiert. Auch das Mikroplastik in den Ozeanen wurde thematisiert. Jöcker erläuterte die Nachteile von Plastikteilen und brach eine Lanze für Papiertüten. Er machte klar, dass große und kleine Kunststoffpartikel letztlich im Körper der Meeresbewohner landen. Wie vielfältig das schützenswerte Leben im Wasser ist, verarbeitete der Liedermacher in dem Lied „Im Ozean, im Ozean, da ist ´ne Menge los“.

„Ich unterstütze mit dem Konzert das Umweltprojekt der Schule, weil ich überzeugt bin, dass es wichtig ist, den Kindern klarzumachen, dass der Klimawandel kein natürliches Ereignis ist, sondern viele hausgemachte Probleme daran beteiligt sind“, sagte der Schirmherr der „Peter-Stiftung“, die sich für nierenkranke Kinder einsetzt.

Jöcker verlangte keine Gage, doch der Förderverein der Borndalschule spendete am Schluss der Veranstaltung 250 Euro für die Stiftung. Zudem wurde nach dem Konzert noch spontan für die Peter-Stiftung gesammelt. Dabei kamen 150 Euro zusammen.

Montag, 03.02.2020

Themenabend in der Borndalschule
Brotdose aus Edelstahl reicht

Zahlreiche Eltern kamen in die Borndalschule, um sich über das Thema „Nachhaltigkeit in der Familie“ zu informieren.

Ann-Christin Brünemeyer und Anne Borink verrieten zahlreiche Tipps und Tricks zur Vermeidung unnützen Abfalls.

Der Umweltschutz-Gedanke hat in der Borndal-Grundschule einen ganz besonderen Stellenwert. Passend zum Projekt „Nachhaltigkeit“ luden die kommissarische Schulleiterin Ulrike Zeljko und Nina Eilert, Vorsitzende des Fördervereins, der die Veranstaltung initiierte und sponserte, am Montagabend zum Themenabend „Nachhaltigkeit in der Familie“ ein. Mehr als 60 interessierte Mütter und Väter waren der Einladung gefolgt.

Mit einer Menge Wissen zum Thema im Gepäck hielten Anne Borink und Ann-Christin Brünemeyer ihren detaillierten Vortrag, in dem sie neben theoretischen Aspekten eine Menge praktischer Tipps vermittelten. Die beiden ausgebildeten Drogistinnen und Handelsfachwirtinnen befassen sich bereits seit Jahren mit dem Thema. Zu ihren Aktivitäten gehören (Online-)Stoffwindelberatung, Vorträge, Workshops zu Themen wie Bienenwachstücher, selbstgemachte Kosmetik und anderes sowie die Internet-Plattform „Zero Waste Kinder Deutschland“.

Oft werden sie gefragt, ob mit Kindern das Thema Nachhaltigkeit überhaupt gelebt werden könne. „Ja, das ist möglich und wir wollen es beweisen“, versprach Anne Borink. Die Mütter von insgesamt vier Kindern wissen, wovon sie reden. „Minimalismus“ ist die Basis ihres Systems, die Punkte „Achtsamkeit“, „Gesundheit“ und Zero Waste, schließen sich an.

„Jeder fängt dort an, wo er steht“, betonten die Referentinnen, denn niemand soll sich in ein System gezwungen fühlen, das ihm nicht entspricht. Gleichwohl wird angeraten, nicht nach Lust und Laune zu konsumieren, sondern nur das in den Einkaufskorb zu legen, was wirklich gebraucht wird. Damit fängt es an. „Wir brauchen Zuhause nicht 30 verschiedene Kunststoff-Aufbewahrungsdosen“, so Ann-Christin Brünemeyer. Die Edelstahl-Brotdose tut es auch, denn die gesundheitsgefährdenden Risiken des allgegenwärtigen Mikroplastiks im Wasser und in der Luft sind heute noch gar nicht abzuschätzen.

Gibt’s mal einen Riss in der Bettwäsche, so ist die Reparatur mit der Nähmaschine besser, als neue zu kaufen. Kosmetikartikel lassen sich selbst herstellen, Zahnbürsten gibt es auch in Holzversionen und sprudelnde „Badepralinen“ lassen sich ebenfalls erzeugen. Die kommen bei Kindern besonders gut an.

Auch in der Küche sind die Möglichkeiten, alternativ unterwegs zu sein, nahezu grenzenlos. Eine Paste aus Wasser und Natron taugt sogar zur Reinigung des Backofens. Edelstahlflaschen sind Kunststoffflaschen vorzuziehen. „Besonders der Küchenbereich lässt sich gut optimieren“, betonte Anne.

Der Pool guter Ideen ist unerschöpflich, was allen an diesem Abend klar wurde. Zusätzlich bietet das Internet Hilfe beim Ausloten der Möglichkeiten. Ganz wichtig ist die Bewusstwerdung, welche Maßnahmen in Haushalt und Familie dem Zero-Waste-Ziel helfen könnten.

Mittwoch, 29.01.2020

Sportabzeichen-Verleihung an der Borndal-Grundschule
Noch erfolgreicher als ein Jahr zuvor

Die Kinder der Borndalschule sind besonders sportlich: Zahlreiche Mädchen und Jungen erhielten nun als Lohn für ihre Leistungen Sportabzeichen.

Kinder, Lehrer, Bürgermeister und der TuS Altenberge freuten sich über die guten Leistungen beim Erwerb des Sportabzeichens.

Von Rainer Nix

Die Schüler der Borndal-Grundschule zeigten in den Disziplinen des Sportabzeichens diesmal besonders gute Leistungen. Wurden in den Klassen 1 bis 3 für ihr sportliches Engagement beim vergangenen Mal noch 69 Urkunden verliehen, so waren es in dieser Woche bereits 85. So viele Schüler dieser Jahrgangsstufen profilierten sich 2019 in den Disziplinen Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft, Koordinations- und Schwimmfähigkeit. Die vierten Klassen, die im vergangenen Jahr bereits aus der Schule entlassen wurden, durften ihre Ehrungen schon früher entgegennehmen. Die Ergebnisse werden in Kooperation mit dem TuS Altenberge ermittelt.

So überreichten die Sportabzeichenbeauftragte Gabriele Sternberg und Oswald Greshake vom Prüfungsteam Urkunden und Abzeichen. „In 2019 wart ihr alle wirklich spitze“, lobte Sternberg die Mädchen und Jungen. Bronze gab’s 38, Silber 27 und Gold 20 Mal. „Das waren tolle Leistungen, ihr habt alle euer Bestes gegeben“, sagte die kommissarische Schulleiterin Ulrike Zeljko. „Die Klasse 2a verdient einen besonderen Applaus“, betonte sie. Von den 20 teilnehmenden Kindern bekamen 17 ein Sportabzeichen.

Auch Bürgermeister Jochen Paus war voll des Lobes. „Toi, toi, toi“ sagte er. „Ich hoffe, der Erfolg motiviert euch, in diesem Jahr einen neuen Anlauf zu nehmen.“

Ein Tag des Sportabzeichens beim TuS dient jeweils als erste Grundlage für die Bewertungen. Beim Schulsport oder auch beim TuS auf dem Sportplatz besteht dann Gelegenheit, die Ergebnisse noch zu steigern. Auch von dieser Möglichkeit machten die Schüler in 2019 reichlich Gebrauch. Der Förderverein der Borndalschule stiftete jeder Klasse als Anerkennung und Ansporn einen Fußball.

Dienstag, 26.11.2019

An Skipper kommt keiner vorbei

Der neue „Star“ an der Borndalschule hat vier Beine, ist eineinhalb Jahre alt und hört auf den Namen Skipper. Der Berner Sennenhund von Britta Bucholz kommt ab Januar in Einsatz und soll unter anderem zur Verbesserung der Lernatmosphäre sorgen. Nun kam Skipper schon mal zum Kennenlernen in die Borndalschule.

Von Rainer Nix

Zu einer ersten Kontaktaufnahme kam Britta Bucholz und ihr Berner Sennenhund Skipper in die Borndalschule. Ab Januar wird das Duo regelmäßig dort zu Gast sein.
 
Zu einer ersten Kontaktaufnahme kam Britta Bucholz und ihr Berner Sennenhund Skipper in die Borndalschule. Ab Januar wird das Duo regelmäßig dort zu Gast sein. Foto: Nix
 

Skipper ist ein Berner Sennenhund, imposant in seiner Erscheinung und erst anderthalb Jahre alt. Was seine Arbeit mit Kindern angeht, ist er schon fast ein echter Profi. Sein „Frauchen“ heißt Britta Bucholz . Sie ist Sozialpädagogin und Fachkraft für tiergestützte Therapie im integrativen Verfahren. Gemeinsam mit Skipper ist sie in Kindertagesstätten und Schulen unterwegs. Die Expertin besuchte nun sämtliche Klassen der Borndalschule.

So richtig gearbeitet wurde mit dem Vierbeiner noch nicht, es war mehr ein „Beschnuppern“ und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die „Kennenlern-Aktion“ diente dazu, erste Vorbehalte bei den Kindern abzubauen, Skipper konnte sich gleichzeitig an die Mädchen und Jungen sowie die vielfältigen Düfte in der Schule gewöhnen. Hunde, das ist bekannt, orientieren sich maßgeblich daran, was ihre Nase wahrnimmt.

Ziele tiergestützter Pädagogik sind insbesondere die Verbesserung der Lernatmosphäre, der individuellen Leistungsfähigkeit der Kinder, der zwischenmenschlichen Kommunikation sowie der sozialen und emotionalen Kompetenz. Mit dem Einsatz von Hunden in Schulen lässt sich noch viel mehr erreichen, wie zum Beispiel eine Steigerung des Konzentrationsvermögens, die Förderung der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen sowie die Sensibilisierung der Wahrnehmung anderer Lebewesen.

Keine Angst

„Ich habe keine Angst vor Hunden“, „wir haben selbst einen Hund zu Hause“ – so und ähnlich lauteten die ersten Kommentare der Kinder. Dennoch war in den Gesichtern des einen oder anderen Mädchen oder Jungen Skepsis abzulesen. Die war jedoch schnell zerstreut, denn Skipper hat ein sanftes Wesen und viel Verständnis für Kinder.

Rasch lernten die Schüler, dass sie sich dem Tier am besten langsam nähern und ihm dabei die Hand entgegenhalten, damit der Hund sie ein wenig Beschnüffeln kann. Dann ist es meist kein Problem mehr, sein Fell zu streicheln oder zu kraulen.

Begleithundeprüfung

Ab Januar 2020 kommt Skipper regelmäßig jeden Dienstag in die Borndalschule. Gemeinsam werden er, Hundeführerin Britta Bucholz und die Mädchen und Jungen viele tolle Sachen gemeinsam lernen und unternehmen. Auch der Hund lernt ständig dazu. Er besuchte bereits die Welpenschule und einen Junghundekurs. Erfolgreich bestand er seine Familienbegleithundeausbildung. Jede Woche geht Skipper zum Training in die Hundeschule.

„Wir freuen uns sehr“, sagt die kommissarische Schulleiterin Ulrike Zeljko, „dass wir dank der Unterstützung durch den Förderverein und dank einer großzügigen Spende der Volksbank die tiergestützte Pädagogik in unserer Schule wieder anbieten können.“

 

Freitag, 3.10.2019

Sportlicher Stundenplan

In der BorndalGrundschule im Hügeldorf wird Sport groß geschrieben. Dass beweisen jedes Jahr die vielen Urkunden, die sich die Schüler beim Ablegen der Disziplinen des Deutschen Sportabzeichens verdienen. Doch das ist nicht die einzige Sportinitiative der Grundschule. Quasi als Ausgleich für die sonst üblichen Bundesjugendspiele stand jetzt die dritte schuleigene Sportolympiade für alle Klassen auf dem Stundenplan.

Fußball mit zusammengebunden Beinen ist nicht einfach. Auch der Transportlauf erforderte viel Geschick. Foto: Detlef Held

In der BorndalGrundschule im Hügeldorf wird Sport groß geschrieben. Dass beweisen jedes Jahr die vielen Urkunden, die sich die Schüler beim Ablegen der Disziplinen des Deutschen Sportabzeichens verdienen. So drückte sich auch im vergangenen Schuljahr niemand vor diesen sportlichen Herausforderung. Alle damaligen 156 Schüler machten mit, 91 schafften die Bedingungen und erhielten Urkunden in Gold, in Silber oder in Bronze. Begleitet wird das Training von Abnahmeberechtigten des TuS Altenberge , die sogar außerhalb der Schulzeit Trainingsmöglichkeiten anbieten.

„Doch das ist nicht die einzige Sportinitiative der Grundschule“, betont die kommissarische Schulleiterin Ulrike Zeljko . Quasi als Ausgleich für die in Schulen sonst üblichen Bundesjugendspiele stand jetzt die dritte schuleigene Sportolympiade für alle Klassen auf dem Stundenplan. „Es ist quasi eine Spaßolympiade, die die Schüler animieren soll, sich sportlich zu betätigen“, erklärt die stellvertretende Schulleiterin.

Federführend erdacht und vorbereitet wurde dieser Sporttag von den Lehrerinnen Christiane Willenbrik und Julia Willemsen in enger Zusammenarbeit mit dem gesamten Kollegium. 13 Stationen auf dem Schulgelände und auch im Schulgebäude mussten die Kinder in Gruppen ansteuern und sich die Teilnahme bei allen bestätigen lassen.

Die Gruppen waren gemischt zusammengestellt, so dass jüngere und ältere Jahrgänge zusammenarbeiten mussten. Damit alles reibungslos ablief, hatten sich auch 20 Eltern bereit gefunden, an den Stationen mitzuhelfen und nicht nur die eigenen Kinder anzuspornen. 

Ein wesentliches Kriterium bei allen Stationen war, dass der Spaß im Vordergrund stand. Das sportliche Talent war al so nicht ausschlaggebend. Wichtig war auch, das fast an allen Stationen Teamwork gefragt war. Und die Übungen dienten auch dazu, das soziale Verhalten untereinander zu stärken, betonen die bei Hauptorganisatorinnen.

Ein passendes Beispiel für Teamwork war die Station Fußball. Hierbei werden zwei oder drei Akteure an den Beinen miteinander verbunden und müssen versuchen, gemeinsam auf ein Tor zuzulaufen und einen Treffer erzielen. Nach einigen Geh- und Laufversuchen schaffen es fast alle.

Eine ruhige Hand war bei der Wassertransportstaffel wichtig, ebenso beim Transportlauf, bei dem ein Ball, der zwischen zwei Stangengen geklemmt war, in einem Eimer landen muss.

Die Stationen Zielwerfen, Dreibeinlauf oder Eierlauf erfordern Konzentration und Beweglichkeit. Auch Seilspingen muss erst gelernt sein, wie viele der Schüler feststellten. Auch die Disziplin Gummistiefelweitwurf war für fast alle der 166 Schüler eine recht ungewohnte Übung, die nicht immer auf Anhieb klappen wollte. Und bei einer Balance-Laufstaffel hatten einige so ihre Schwierigkeiten. Doch die Mehrzahl der Schüler war motiviert. Aufgeben war nicht vorgesehen. Sieger waren am Ende alle.

Donnerstag, 26.09.2019

„Soundseeing“ in der Borndalschule

Mit Hörspiel die Sinne schärfen

Um die Sinneskompetenz zu fördern, war die Medienexpertin Eva-Maria Marx in die Borndalschule.

Das gegenseitige Interviewen mit Mikrofonen war für die Kinder eines der Highlights. Foto: Rainer Nix

Wie hört sich Sommerregen an? Wie kann man Geräusche, wie Herzklopfen selbst erzeugen? „Die Aktion Sound­seeing kommt in die Schulen“, sagte Ulrike Zeljko , kommissarische Leiterin der Borndalschule, am Donnerstag. Dabei geht es um Vertonen und Verklanglichen. Am Mittwoch war die Kölner Medienpädagogin Eva-Maria Marx mit dem Sonderprogramm „Hören“ des Klangkunstfestivals in der Klasse 2a, einen Tag später in der Klasse 2b zu Gast.

Ohren für Musik öffnen

Ziel ist es, Sinneskompetenz und Zuhören zu fördern. Fantasie und Kreativität werden angeregt, die Ohren für Musik und die akustische Welt geöffnet. „Ich habe gerade eine Einführung in die Technik gegeben“, erläuterte Marx, „und erklärt, was alles benötigt wird, um ein Hörspiel zu produzieren.“ Die Perspektive der „Hörspielmacher“ ist den Kindern unbekannt. Jetzt erfuhren sie, wie die technischen Schritte bis zum fertigen Klangprodukt aussehen. Eifrig reichten sie Mikrofone hin und her, um sich gegenseitig zu interviewen. Welchen Abstand muss ich zum Mikrofon halten? Was brauche ich alles, um Musik oder Geräusche zur Untermalung des Textes herzustellen? Es ist günstig, mit normaler Lautstärke zu reden, um den Ton nicht zu übersteuern, lernten die Mädchen und Jungen.

Zum Üben lautmalerischer Details war das Gedicht „Pinguine“ von Joachim Ringelnatz wie geschaffen. „Auch Pinguine ratschen, tratschen, klatschen, patschen, watscheln, latschen…“ heißt es da. Ein wunderbares Feld zum Ausprobieren von Geräuschen. „Wir arbeiten mit Material von ,Auditorix´ einem Projekt der Stiftung ,Hören´“, erklärte Eva-MaiMarx. Dass alle eine Menge Spaß dabei hatten, war offensichtlich.

Samstag, 21.09.2019

Tag der offenen Tür an der Borndalschule

„Mit Vielfalt lernen“

Altenberge

An zwei Tagen hatten Interessierte die Möglichkeit, das Schulleben der Borndalschule kennenzulernen.

Bee-Bots bieten die Möglichkeit, erste Programmierschritte zu üben. Foto: nix

Mit der Anmeldung im November entscheiden die Eltern, welche Grundschule ihre Kinder in Altenberge besuchen. Die Borndalschule präsentierte sich am Freitag und Samstag mit „Tagen der offenen Tür“, an dem alle Interessierten reinschnuppern durften.

Die kommissarische Schulleiterin Ulrike Zeljko begrüßte zahlreiche Mädchen und Jungen mit ihren Müttern und Vätern. „Mit Vielfalt lernen lautet unsere Devise“, sagte Zeljko. Hier finden Kinder mit und ohne Förderbedarf ihren Platz. Verschiedene Nationalitäten sind vertreten und das bietet zusätzlich die Chance, voneinander zu profitieren. „Unsere Schule ist relativ klein, so dass zwischen 19 und 24 Schüler eine Klasse bilden“, erläuterte die Leiterin. Das wird als positiv gewertet, denn in dieser Klassenstärke lässt sich optimal lernen. Zahlreiche Aktivitäten an diesem Nachmittag erlaubten Einblicke in vielfältige Möglichkeiten. Jeder konnte am „I-Pad“ mit dem „Book-Creator“ ausprobieren wie sich digitale Präsentationen gestalten lassen. Lustige „Bee-Bots“, kleine Bienenroboter, boten Gelegenheit, spielerisch erste Erfahrungen mit dem Programmieren zu sammeln.

Foto: nix

Selbstverständlich standen auch analoge Aktivitäten, wie dem Basteln von Lesezeichen, Trommeln, der Motorikparcours und die Buttonmaschine zur Verfügung. „Eine unserer Botschaften lautet, dass es wichtig ist, den Umgang mit digitalen Medien zu lernen, aber wir setzen genauso auf die klassischen Bücher“, so Zeljko. Das beweist allein schon die kleine Bibliothek der Schule. In der Aula gleich hinter dem Eingangsbereich gab es schriftlich und bebildert eine Menge weiterer Infos. Zwischendurch durften alle mal verschnaufen. Viertklässler servierten in der Küche leckeren Kuchen.

Donnerstag, 29.08.2019

 

Mittwoch, 10.07.2019

Klasse Schüler

Förderverein spendet ein Eis

Die Klasse 4 b sicherte sich Platz eins in der Wertung „Sauberste Klasse“ der Borndalschule.

 

(Zum Schuljahresende gab es für die Kinder der Borndalschule ein Eis – gesponsert vom Förderverein)
 
Strahlende Kindergesichter: Mit einem großen Zusammentreffen in der Aula ließen die Kinder und Lehrerinnen der Borndalschule das Schuljahr ausklingen. Neben einer Vorführung der Tanz-AG wurden die Sportabzeichen für die Viertklässler unter tosendem Applaus verliehen, teilte die Schule gestern mit. Ein weiterer Programmpunkt war die Bekanntgabe der saubersten Klasse der Borndalschule. Die Klasse 4b hat den ersten Platz belegt, die 4a den zweiten und die 1b belegte Rang drei. In den vergangenen Wochen bewiesen die Schüler ihren Sinn für Ordnung und kämpften eifrig um den ersten Platz für die sauberste Klasse. Das Highlight des Tages war ein Eiswagen, mit dem die Kinder vom Förderverein überrascht wurden. Im Nu bildete sich eine lange Schlange vor dem Eismobil und die Kinder freuten sich über eine Abkühlung bei den sommerlichen Temperaturen.
 

Mittwoch, 29.05.2019

Klasse!-Projekt an der Borndalschule
Über 50 Fragen an die Zeitungsfrau

Die Klasse 4b der Borndalschule war extrem neugierig. „51 Fragen haben wir für dich aufgeschrieben“, sagten die Kinder, als WN-Redakteurin Doerthe Rayen kürzlich in der Grundschule zum Unterrichtsbesuch vorbeischaute. „Dabei haben wir schon doppelte aussortiert“, schmunzelte das Lehrerinnenteam.

(Die Klasse 4b mit Astrid Bisping (oben) und die 4a mit Gerti Tenbuß haben Unterricht mit der Zeitung gemacht. Foto: Rayen)

Die Klasse 4b der Borndalschule war extrem neugierig. „51 Fragen haben wir für dich aufgeschrieben“, sagten die Kinder, als WN-Redakteurin Doerthe Rayen kürzlich in der Grundschule zum Unterrichtsbesuch vorbeischaute. „Dabei haben wir schon doppelte aussortiert“, schmunzelte das Lehrerinnenteam mit Klassenlehrerin Astrid Bisping und Lehramtsanwärterin Anke Gauder . Deshalb: Der Besuch setzte sich flott zwischen die Kinder – und dann begann das muntere Frage-und-Antwort-Spiel.

Nach 45 Minuten war (leider) Schluss. Denn die Parallelklasse, die 4a mit Klassenlehrerin Gerti Tenbuß wartete schließlich ebenfalls auf den Gast aus Münster. Zum Glück war der Fragenkatalog der 4b tatsächlich zum großen Teil abgearbeitet, so dass die Kinder die Zeitungsfrau ziehen ließen.

Bis zum Mittwoch in dieser Woche haben die beiden vierten Jahrgänge der Borndalschule Unterricht mit der Zeitung gemacht. Lesestoff haben die 4a und die 4b dabei kreuz und quer verteilt in der Zeitung entdeckt. Mal waren es sportliche Themen von Fußball bis Formel 1, die die Mädchen und Jungen zum Lesen lockten. Mal waren es Tiergeschichten oder Blaulicht-Nachrichten. Auch der Lokalteil gefällt den Kindern. Vor allem dann natürlich, wenn sie jemanden entdecken, den sie kennen.

Die Fragen der Mädchen und Jungen kreisten um den Arbeitsalltag in der Redaktion, um Wege in den Journalismus und den Druck in der Nacht. Auch wollten die Viertklässler wissen, ob der Job Spaß macht (ja), ob er anstrengend sei (in tollen Klassen wie in Altenberge nie, sonst schon mal), wie viele Zeitungsexemplare jede Nacht gedruckt werden (230 000 Stück) und ob der Chef bei der Zeitung auch nett sei (auf jeden Fall).

Doch die Redakteurin wollte auch viel von den Kindern wissen. Etwa ob ihnen das Klasse!-Projekt Spaß macht? Da gingen alle Daumen in die Höhe. Luis ist begeisterter Yango-Leser und findet alle Artikel auf der Kinderseite spannend. Jonas interessiert sich für Unfall-Berichte. „Gut, dass es die Zeitung gibt. Da ist man über so was informiert“, sagte er.

 

Mittwoch, 15.05.2019

Flink wie ein Känguru

Die Dritt- und Viertklässler der Borndalschule haben sich mit Erfolg am Känguru-Wettbewerb beteiligt.

(Im Vordergrund steht Alina mit ihrem Känguru-T-Shirt – alle weiteren Teilnehmer halten auch ihre Urkunden in den Händen. Foto: ix)

Logisches Denken, Strukturieren, Kombinieren, Schätzen, geometrisches Vorstellungsvermögen – all diese Fähigkeiten fordert und fördert der Mathematikunterricht. Der „Känguru-Wettbewerb“ unterstützt die mathematische Bildung in den Schulen und weckt vor allem die Freunde an dem Fach. In der Borndalschule beteiligten sich im März an der 25. Auflage insgesamt 42 Kinder, deutschlandweit waren es 960 000.

Logisches Denken

Mit einem „sonnigen guten Morgen“ begrüßte die kommissarische Schulleiterin Ulrike Zeljko alle Schüler der Klassen drei und vier. Den erfolgreichen Mädchen und Jungen überreichten sie und Organisatorin Gerti Tenbuß Urkunden und einen „Q-Würfel“. Er ist der kleine Verwandte des bekannten Zauberwürfels. Auch ein Heft mit mathematischen Knobeleien war für alle dabei, die sich weiter auf diesem Feld betätigen möchten.

 „Das Interesse an Knobeleien ist gewachsen.“ (Ulrike Zeljko)

 „Die Köpfe rauchten“, resümierte Ulrike Zeljko, „heute werdet ihr für Eure beachtlichen Denkleistungen belohnt.“ Nicht zum ersten Mal nehmen Mädchen und Jungen der Borndalschule an der freiwilligen Aktion teil. „Das Interesse an Knobeleien ist gewachsen“, so die stellvertretende Leiterin. „Mathematischer Denksport und das ,sich dabei messen´ sind beliebt.“

Alina aus der Vierten löste besonders viele Aufgaben gleich hintereinander und machte letztlich den „weitesten Känguru-Sprung“. Sie bekam dafür neben Urkunde, Q-Würfel und Aufgabenheftchen das hellgelbe T-Shirt mit dem Aufdruck „Känguru der Mathematik 2019“.

Australien

Die Schule nimmt zum vierten Mal an dem Wettbewerb teil – deutsche Schüler sind seit 1995 mit dabei. Ursprünglich geht die Idee zu dieser Aktion auf australische Hochschulmathematiker zurück. Ihnen schwebte ein jährlich stattfindender Wettbewerb für Schüler vor, an dem grundsätzlich alle teilnehmen konnten. So sind die Aufgaben vielfältig, damit jeder etwas findet, das er lösen kann. Der Spaß daran ist ein ganz wichtiger Faktor. Das Ergebnis war ein „Multiple-Choice-Wettbewerb“, der bereits 1978 zahlreiche Mädchen und Jungen in Australien begeisterte. Heute nehmen 70 Länder weltweit daran teil.

 

Freitag, 08.03.2019

„Kunstwerke“ in der Borndalschule

Eine farbenfrohe Galerie

Altenberge –

Mit großen Augen freuen sich die Schüler der Borndalschule über die Ausstellung ihrer Kunstwerke, die die Aula der Grundschule in eine farbenfrohe Galerie verwandeln. An drei Tagen lernten die 152 Jungen und Mädchen berühmte Künstler kennen, ließen sich von ihrem Schaffen inspirieren und erstellten dann eigene Kunstwerke.

Die Schüler der Borndalschule machen beim Kunstprojekt begeistert mit. Ihre Werke hängen in ihre Schule aus.Die Schüler der Borndalschule machen beim Kunstprojekt begeistert mit. Ihre Werke hängen in ihrer Schule aus.

„Ich bin begeistert, wie kreativ die Kinder sind“, sagt Willi Landsknecht, bildender Künstler aus Altenberge, der mit den Schülern des ersten Schuljahres zum Thema indianische Kunst arbeitete. „In ihren Werken wird die Individualität der Kinder sichtbar“, stellte Landsknecht fest.

Außerdem standen das Wirken von Pablo Picasso, Friedensreich Hundertwasser, Franz Marc oder der Bauhaus-Stil in den anderen Klassen auf dem Programm. Um den Künstlern ein Stück näher zu kommen, waren auch Besuche im LWL-Museum Münster erfolgt. Das zweite Schuljahr machte dort einen Rundgang durch die Epochen. Das Picasso-Museum wird demnächst von dem dritten Schuljahr besucht. Sicherlich erkennen einige der kleinen Künstler ihre Werke bei den großen Meistern wieder.

Das vierte Schuljahr arbeitete in der Kulturwerkstatt zum Bauhaus-Stil und besuchte das Heinrich-Neuy-Museum in Borghorst.

 

Freitag, 01.03.2019

Der Prinz aus Altenberge ist Ehrengast in beiden Grundschulen

So macht Karneval Spaß

„Dschungel, Dschungel“ hieß das eigens einstudierte Lied der Klasse 2a, mit dem sie den Prinzen der KG St. Johannes begrüßten. Dieser bedankte sich mit seinem Lied „Prinz von Altenberge“, der diesen Job nicht mehr los werden möchte.

„Dschungel, Dschungel“ hieß das eigens einstudierte Lied der Klasse 2a, mit dem sie den Prinzen der KG St. Johannes begrüßten. Dieser bedankte sich mit seinem Lied „Prinz von Altenberge“, der diesen Job nicht mehr los werden möchte. Foto: Detlef Held

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die kommissarische Schulleiterin der Borndalschule Ulrike Zeljko stimmte beim Einmarsch des Prinzen mit Elferrat und einigen Vorgängern das eigens getextete Schullied nach der Melodie „An der Nordseeküste“an, dass sofort zu mitschunkeln für Alle sorgte.

Und die 157 Grundschulkinder hatten sich gewissenhaft auf den royalen Empfang vorbereitet. In diversen Stunden wurden im Unterricht Tänze einübt und Lieder kreiert. Das hatte sich gelohnt, denn Prinz und Gefolge waren von den Darbietungen der Klassen überrascht und begeistert. So beispielsweise von einem von der 4b erdachten Rapsong „ Karneval der Tiere“, oder aber dem Tanz „Hair“ der 4a, einem Dschungellied der 2a und der flotte Tanz „Mama Mia“ der Klassen 3a und b. Zwischen den Tanz- und Gesangseinlagen musste seine Tollität Stefan I. bei zehn Rätselfragen sein Wissen und Witz beweisen. Das gelang nur mit Hilfe seines Elferrates. „Ich glaube Du musst noch mal in unsere Schule kommen“, so ein Zuruf aus der Schülerschar.

Ein weiterer Höhepunkt des Vormittags war der Auftritt des Tanzmariechen der KG, die als Schülerin der 2a der Borndalschule ein Heimspiel hatte. Teilweise mit offen Mund staunten ihre Mitschüler, was sie dort auf dem Parkett an Akrobatik bot. Tosender Beifall war der Lohn.

Was wäre eine Karnevalsparty ohne Ordensverleihung. Das hatte sich auch Schulleiterin Ulrike Zeljko gedacht und überreichte Stefan I. einen ganz speziell gestalteten Wasserhahn als besonderen Orden der Schule. „Es ist ein Unikat“, sagte sie und freute sich über das überraschte Gesicht des Prinzen. Der ließ sich nicht lumpen und verlieh der Schulleiterin seinen Sessionsorden als Dankeschön für den tollen Empfang. „So macht Karneval Spaß, kam es aus Reihen des Elferrates. Stefan I. nickte und strahlte.

Der Prinz von Altenberge 2019, Stefan I. ,ist Ehrengast in der Johannesgrundschule und der Borndalgrundschule. Die Schüler bereiteten ihm ein tollen närrischen Empfang

Der Prinz von Altenberge 2019, Stefan I. ,ist Ehrengast in der Johannesgrundschule und der Borndalgrundschule. Die Schüler bereiteten ihm ein tollen närrischen Empfang

Der Prinz von Altenberge 2019, Stefan I. ,ist Ehrengast in der Johannesgrundschule und der Borndalgrundschule. Die Schüler bereiteten ihm ein tollen närrischen Empfang

Der Prinz von Altenberge 2019, Stefan I. ,ist Ehrengast in der Johannesgrundschule und der Borndalgrundschule. Die Schüler bereiteten ihm ein tollen närrischen Empfang

Der Prinz von Altenberge 2019, Stefan I. ,ist Ehrengast in der Johannesgrundschule und der Borndalgrundschule. Die Schüler bereiteten ihm ein tollen närrischen Empfang

Der Prinz von Altenberge 2019, Stefan I. ,ist Ehrengast in der Johannesgrundschule und der Borndalgrundschule. Die Schüler bereiteten ihm ein tollen närrischen Empfang

Der Prinz von Altenberge 2019, Stefan I. ,ist Ehrengast in der Johannesgrundschule und der Borndalgrundschule. Die Schüler bereiteten ihm ein tollen närrischen Empfang

 

Donnerstag, 14.02.2019

Grundschüler im Neuy-Museum

Eis und Schokolade ist auch was für Bauhaus-Künstler

borghorst –

Eis und Schokolade – mögen nicht nur Grundschulkinder gern. Heinrich Neuy hat solche süßen Sachen ebenfalls heiß geliebt. Und diese Details aus dem Leben des vor 16 Jahren verstorbenen Bauhaus-Künstlers sind es, die ihn für die Viertklässler der Altenberger Borndalschule an diesem Morgen wieder lebendig werden lassen. Seine Tochter Hedwig Seegers erzählt bei ihrer Führung durch das Museum am Kirchplatz, was sie noch so alles weiß aus dem Leben ihres berühmten Vaters. Von ihrem Lieblingsbild, dem Pferd, das so aussieht, als wolle es aus dem Rahmen springen. Von dem Blumenbuch, das ihr Vater während seiner Kriegsgefangenschaft für sie gemalt hat.

Von Axel Roll

Heinrich-Neuy-Tochter Hedwig Seegers erzählte den Kindern der Altenberger Borndalschule aus dem Leben ihres berühmten Vaters.

Heinrich-Neuy-Tochter Hedwig Seegers erzählte den Kindern der Altenberger Borndalschule aus dem Leben ihres berühmten Vaters. Foto: Axel Roll

Oder von seiner zweijährigen Zeit am Bauhaus , in der er ein Semester überspringen konnte. Susanne Opp-Scholzen von der Kulturwerkstatt Altenberge sagt, was in den Kindergesichtern zu lesen ist. „Wenn ein Zeitzeuge erzählen kann, ist das besonders interessant.“

Für die Jungen und Mädchen ist der Besuch im Heinrich-Neuy-Bauhausmuseum gewissermaßen die Krönung ihres dreitägigen Projektes, bei dem sie sich mit der Kunst von Kandinsky und Co. beschäftigt haben. „Wir sehen viereckig bunt“ und „Bewegung im Raum“ heißen die beiden Themen, zu denen die Kinder in der Kulturwerkstatt kreativ unter Leitung der Künstlerinnen Martina Lückener und Annette Hinricher gearbeitet haben.

Die Borndalschule ist Vorreiter und probiert das aus, was sich Susanne Opp-Scholzen für die Kulturwerkstatt und Claudia Seeger für das Borghorster Museum ausgedacht haben. Mit ihrem Projekt im Jahr des Bauhaus-Jubiläums wollen sie eines erreichen: „Den Nachwuchs begeistern.“ Für die Kunst im allgemeinen und das Bauhaus im besonderen, wie Claudia Seeger erläutert.

Die Ideen für dieses interkommunale Netzwerk wurde schon vor zwei Jahren geknüpft. Die Förderung des Landes machte es dann unter dem Dach des NRW-weiten Projektes „Bauhaus im Westen“ möglich. Obwohl, so ganz sorgenfrei sind die Macher trotz der Zuschüsse immer noch nicht. Susanne Opp-Scholzen: „Die Kosten für die Fahrten von der Schule zum Museum und wieder zurück machen uns Probleme.“

Das Interesse an diesem Angebot für Schulen ist schon groß. „Wir sind jetzt dabei, die Anfragen entsprechend zu kanalisieren“, erläuterte Susanne Opp-Scholzen. Sie nimmt auch weitere Anmeldungen unter Telefon 0 25 05/93 77 13 oder E-Mail info@kulturwerkstatt-altenberge.de entgegen.

Zum 100-jährigen Bauhaus-Geburtstag haben sich die Kooperationspartner noch ein weiteres Highlight einfallen lassen: Wer seinen (Kinder)Geburtstag, oder das Treffen mit Freunden und Verwandten kreativ gestalten möchte, kann im Bauhausmuseum einen Workshop buchen. 60 Euro kostet der Spaß, der in einem der hübschen Gesellschaftsräume des Cafés stattfinden wird. Pinsel, Farben und das weitere Equipment werden gestellt. Bislang ist der erste Freitag eines jeden Monats für das Angebot reserviert. „Wenn wir von der Nachfrage überrannt werden, können wir selbstverständlich auf weitere Tage ausweichen“, lacht Susanne Opp-Scholzen.

 

Mittwoch, 13.02.2019

Borndal-Grundschule nimmt am Projekt „Neuyes Bauhaus“ teil

Kreativ im Team arbeiten

Altenberge –

Im Rahmen der Aktionen zum 100. Bauhaus-Geburtstag beteiligt sich auch die Kulturwerkstatt. Sie bietet Kitas, Schulen, Vereinen und anderen Gruppen die Möglichkeit, sich mit dem Thema Bauhaus zu beschäftigen. Im Rahmen der Projektwoche waren an zwei Tagen Schüler der Borndalschule zu Gast.

Von Profis wurden die Schüler betreut – zum einen von Martina Lückener (kl. Foto r.), zum anderen von Annette Hinricher (kl. Foto u.). Susanne Opp Scholzen (hinten 2. v.), Kulturwerkstatt/Jugendkreativwerkstatt, und Lehrerin Astrid Bisping (3.v.l.) freuen sich über den gelungenen Workshopauftakt.

Von Martin Schildwächter

Dienstag, 12.02.2019, 19:00 Uhr

Von Profis wurden die Schüler betreut – zum einen von Martina Lückener (kl. Foto r.), zum anderen von Annette Hinricher (kl. Foto u.). Susanne Opp Scholzen (hinten 2. v.), Kulturwerkstatt/Jugendkreativwerkstatt, und Lehrerin Astrid Bisping (3.v.l.) freuen sich über den gelungenen Workshopauftakt. Foto: mas

Kinder an Kunst heranzuführen – das ist nicht immer eine ganz leichte Aufgabe. Wie das durchaus sehr gut gelingen kann, zeigt seit vielen Jahren die Kulturwerkstatt. Und das hat sich bis zur Stadtspitze in Steinfurt herumgesprochen. Deshalb nahm die Verwaltung Anfang 2018 Kontakt mit der Kulturwerkstatt auf – schließlich wurden Kooperationspartner für einen besonderen Anlass gesucht. Der 100. Bauhaus-Geburtstag wird in diesem Jahr gefeiert. Und da sich in Borghorst das Heinrich-Neuy-Bauhausmuseum befindet, kam die Idee ins Rollen, mit Kooperationspartnern das Bauhaus für alle Altersgruppen zugänglich zu machen.

Kinder in Aktion

Im Rahmen des Projektes „Neuyes Bauhaus“ nahmen Borndalschüler an einem Workshop in der Kulturwerkstatt teil.

Ein Kooperationspartner: die Kulturwerkstatt/Jugendkreativwerkstatt Altenberge. Unter Federführung von Susanne Opp Scholzen wurden acht verschiedene Workshops entwickelt, die in den Räumen der Kulturwerkstatt angeboten werden. Im Rahmen der Projektwoche nutzte die Borndal-Grundschule am Montag und Dienstag das spannende Angebot. Die beiden vierten Klassen näherten sich dem Bauhaus-Gedanken in zwei Workshops. „Ich sehe viereckig bunt – Josef Albers und die Quadrate“, so der Titel eines Workshops unter Leitung von Martina Lückener. Künstler, wie Albers haben sich besonders für die Wirkung von Farbtönen interessiert. Die Kinder experimentierten mit Farbkarten und entwickelten eigene viereckige bunte Bilder.

Den zweiten Workshop, an dem die Kinder ebenfalls teilnahmen, ging es um Bewegung im Raum. Dabei standen der Künstler Oskar Schlemmer und sein berühmtes Werk „Triadisches Ballett“ im Mittelpunkt.

„Das Projekt ist super“, bilanzierte gestern die Lehrerin Astrid Bisping , die zusammen mit ihrer Kollegin Gerti Tenbuß und den 35 Kindern in die Kulturwerkstatt gekommen war. Abseits des oft starren Zeitkorsetts, nicht eingebunden in Lehrplanvorgaben, haben die Kinder die Möglichkeit, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. „Und dabei werden sie von Profis betreut“, freut sich Bisping. Die Kinder lernen unter anderem, im „Team kreativ zusammenzuarbeiten“, so Bisping weiter.

Rund ein Jahr Vorbereitungszeit hat Susanne Opp Scholzen in das Projekt gesteckt, bis die acht verschiedenen Workshops unter Dach und Fach waren. Kitas, Schulen, Vereine und sonstige Gruppen sind willkommen, verschiedene Angebote zu buchen – sowohl in der Woche als auch am Wochenende. Ein Besuch im Heinrich-Neuy-Bauhausmuseum gehört zum Abschluss des Workshops dazu.

Susanne Opp Scholzen hat in den vergangenen Jahren schon viele Kurse und Workshops mit Kindern in der Kulturwerkstatt begleitet. Und auch bei der Premierenveranstaltung im Rahmen der Bauhaus-Workshops in dieser Woche, eingebettet im Programm „Neuyes Bauhaus“, hat Opp Scholzen festgestellt, dass „hier vor Ort ganz andere individuelle Stärken zum Tragen kommen“.

Verschiedene Sponsoren sowie das Land NRW sorgen für die Finanzierung des Projekts – für die Teilnehmer verbleibt nur ein geringer Eigenanteil. Auch der Kulturfonds der Gemeinde Altenberge unterstützt die Workshops.

Folgende Künstler sind beteiligt: Lielo Gummersbach, Georg Hartung, Annette Hinricher, Sven Leberer, Martina Lückener, Monir Nikouzinat, Carina Primus und Stefan Rosendahl.

 

Freitag, 08.02.2019

91 Sportabzeichen überreicht

Bürgermeister lobt Schüler

Altenberge –  Zahlreiche Mädchen und Jungen der Borndalschule erhielten nun ihre Sportabzeichen.

Freitag, 08.02.2019, 13:50 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 15:32 Uhr

Nahezu alle Kinder der Borndalschule stellten sich in 2018 den Disziplinen des Sportabzeichens.

Nahezu alle Kinder der Borndalschule stellten sich in 2018 den Disziplinen des Sportabzeichens. Foto: nix

156 Schüler der Borndalschule unterzogen sich in 2018 den Disziplinen des Sportabzeichens, um mindestens eines in Bronze verliehen zu bekommen. 91 von ihnen waren erfolgreich. Die vierten Klassen, die im vergangenen Jahr bereits die Schule verließen, nahmen ihre Ehrung bereits entgegen. In dieser Woche überreichten Julia Willemsen , Vorsitzende im Fach Sport, und Gabriele Sternberg , Sportabzeichenbeauftragte des TuS Altenberge , den 69 Erfolgreichen der Klassen 1 bis 3 ihre Urkunden und Abzeichen. 22 mal gab’s Bronze, 33 mal Silber und 14 mal Gold.

„Bei uns steht in der ersten Jahreshälfte jeweils für die Klassen 1 und 2 sowie 3 und 4 ein Tag des Sportabzeichens auf dem Programm, erläuterte Sternberg. „Alle an diesem Tag erzielten Leistungen dienen als erste Grundlage für die Bewertung.“ Danach besteht beim Schulsport oder beim TuS die Möglichkeit, die Ergebnisse noch zu verbessern. Inklusion wird beim TuS gelebt. „Wir nehmen auch Menschen mit Handicap das Sportabzeichen ab“, so Sternberg.

„Wir wünschen euch einen sportlichen guten Morgen“, begrüßte Schulleiterin Ulrike Zeljko die Kinder. „Ihr habt euch im letzten Jahr alle sehr auf dem Sportplatz engagiert, um dort die besten Leistungen zu zeigen“, betonte sie. „91 von euch haben das Abzeichen bekommen, das ist eine ganz tolle Zahl“, hob Bürgermeister Jochen Paus hervor“ und rief: „Ihr seid spitze“. Sternberg zeigte das Maskottchen „Schweinehund“, das dazu motivieren soll, sich sportlich zu betätigen. Sie möchte auch die Lehrer ermuntern, das Sportabzeichen anzustreben. „Um für das nächste Mal zu üben, könnt ich schon mal mit Seilspringen trainieren“, riet Sternberg. Dankesworte gingen auch an Ilka Frieling und Oswald Greshake vom Prüfungsteam des Sportvereins.

 

Freitag, 01.02.2019

Borndalschul-Leiterin Dörthe Plettendorf verabschiedet

„Unsere Kinder lieben dich“

Altenberge –

Dörthe Plettendorf, langjährige Rektorin der Borndal-Grundschule, wurde gestern im Rahmen einer Feierstunde verabschiedet. Dabei wurde unter anderem ihr Einsatz rund um das Thema Inklusion hervorgehoben. Die Schüler fühlen sich an der Borndalschule wohl, lobte Bürgermeister Jochen Paus.

Von Martin Schildwächter

Donnerstag, 31.01.2019, 18:00 Uhr

Ein bewegender Tag für die scheidende Rektorin Dörthe Plettendorf (2.v.r), die von ihrem Mann Karl (2.v.l.) begleitet wurde. Schulrätin Marita Wrocklage und Bürgermeister Jochen Paus lobten den jahrelangen Einsatz der Pädagogin. Rüdiger Schipper, Schulpflegschafts-Vorsitzender der Borndalschule, und die Fördervereinsvorsitzende Nina Eilert bedankten sich bei Dörthe Plettendorf.

Ein bewegender Tag für die scheidende Rektorin Dörthe Plettendorf (2.v.r), die von ihrem Mann Karl (2.v.l.) begleitet wurde. Schulrätin Marita Wrocklage und Bürgermeister Jochen Paus lobten den jahrelangen Einsatz der Pädagogin. Rüdiger Schipper, Schulpflegschafts-Vorsitzender der Borndalschule, und die Fördervereinsvorsitzende Nina Eilert bedankten sich bei Dörthe Plettendorf. Foto: mas

„Sie war mein Vorbild“, sagte Rüdiger Schipper, Schulpflegschaftsvorsitzender der Borndalschule, und als er dann noch anfügte, dass Dörthe Plettendorf „ein Juwel in der Schullandschaft ist“, gab es donnernden Applaus. Gestern Mittag war es so weit: Nachdem bereits am Vormittag die Mädchen und Jungen Dörthe Plettendorf, Rektorin der Borndalschule, verabschiedet hatten, fand anschließend Teil zwei der Feierlichkeiten statt. „Unsere Kinder lieben dich“, endete Schipper seine Ansprache.

Rektorin verabschiedet

Im Rahmen einer Feierstunde wurde Dörthe Plettendorf, Rektorin der Borndalschule, in den Ruhestand verabschiedet.

Es zog sich am Donnerstag wie ein roter Faden durch alle Reden: Die Borndalschule verliere eine kompetente und engagierte Pädagogin, die „großartige Arbeit geleistet hat“, lobte Schulrätin Marita Wrocklage. Plettendorf habe immer „das Ganze im Blick gehabt und im Sinne der Kinder gehandelt“. Wrocklage weiter: „Sie hinterlassen ein großartiges System.“

Und Konrektorin Ulrike Zeljko ergänzte: „Du wirst eine große Lücke hinterlassen.“ Plettendorf habe immer die „Belange aller Kinder ernst genommen“, sagte Zeljko, die nun kommissarisch die Leitung der Borndalschule übernimmt.

44 Jahre hat Dörthe Plettendorf als Pädagogin gearbeitet, seit 2000 ist sie Lehrerin an der Borndalschule und seit zehn Jahren hat sie als Rektorin maßgeblich die Geschichte der Borndalschule mitgestaltet hat, so Bürgermeister Jochen Paus . An ihrem letzten Schultag nutzte auch er die Gelegenheit, sich für den Einsatz der Lehrerin zu bedanken. Plettendorf habe sich um „die großen und kleinen Anliegen des Schulalltags gekümmert“, blickte Paus zurück. „Diesen Anforderungen sind Sie mit viel Sachverstand, aber auch mit Fingerspitzengefühl und Geduld gerecht geworden.“

Das Thema Inklusion sei Dörthe Plettendorf „stets eine Herzensangelegenheit gewesen“, sagte Paus. Seit Gründung der Borndalschule (1998) wurden Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufgenommen. Und seitdem habe Dörthe Plettendorf und das gesamte Kollegium sich „für gegenseitigen Respekt und gegen Ausgrenzung stark gemacht“, lobte der Bürgermeister am Donnerstag.

Der Bürgermeister verschwieg nicht, dass Plettendorf gegen eine Zusammenlegung der beiden Grundschulen war. Dennoch habe sie sich nach der Entscheiddung „aktiv in den Prozess eingebracht“.

Doch nicht nur Jochen Paus, Marita Wrocklage und Ulrike Zeljko kamen zu Wort – auch der Lehrerrat, die Koordinatoren des offenen Ganztags, der Schulleiter der Johannes-Grundschule und die Vorsitzende des Fördervereins.

Besonders das Kollegium hatte sich ins Zeug gelegt – sowohl mit einem Theaterstück als auch mit einem selbst geschriebenen Lied. „Fehlen wirst du uns sehr“, sangen die Lehrerinnen und wünschten Dörthe Plettendorf „viel Glück“.

Das letzte Wort hatte am Ende des offiziellen Teils die Rektorin dann selbst: „Es ist ein Tag, um Danke zu sagen.“ Und das bei sehr vielen Altenbergern – von der „großartigen Elternschaft“ über die „geduldigen Hausmeister“ bis hin zu den „tollen Lesementoren“, um nur drei zu nennen.

 

Freitag, 19.01.2019

Grundschulleiterin Plettendorf geht in den Ruhestand

„Ich werde sie vermissen“

Seit 44 Jahren arbeitet Dörthe Plettendorf als Lehrerin – und seit 2009 ist sie Rektorin der Borndal-Grundschule: Ende Januar geht die 66-jährige Pädagogin in den Ruhestand. „Ich falle in kein Loch“, sagt Plettendorf. Sie singt im Chor, treibt Sport und liest viel. Doch zunächst möchte sie in Rom Italienisch lernen.

Von Martin Schildwächter

44 Jahre lang war Dörthe Plettendorf Lehrerin – seit 2009 leitet die Altenbergerin die Borndalschule. Ende dieses Monats geht Plettendorf in den Ruhestand.
 
44 Jahre lang war Dörthe Plettendorf Lehrerin – seit 2009 leitet die Altenbergerin die Borndalschule. Ende dieses Monats geht Plettendorf in den Ruhestand. Foto: Borndalschule

„Haben wir dich geärgert?“ Diese Frage „ihrer Kinder“ muss Dörthe Plettendorf in diesen Tagen immer wieder beantworten. Denn: Am 1. Februar geht die Leiterin der Borndal-Grundschule in den Ruhestand: 44 Jahre arbeitete die 66-Jährige als Lehrerin – seit 2000 in Altenberge und im Jahr 2009 übernahm sie die Leitung der Borndalschule. Dörthe Plettendorf wird in die Geschichte der Gemeinde eingehen. Schließlich wird es künftig nur noch eine gemeinsame Grundschule geben. Die 66-Jährige ist damit die letzte Schulleiterin der Borndalschule.

Zurück zu den Kindern. „Natürlich nicht“, sagt Plettendorf, wenn sie auf die Frage der Mädchen und Jungen antwortet, warum sie in wenigen Tagen der Borndalschule ade sagt. Plettendorf schwärmt auch nach den vielen Berufsjahren von ihrer Arbeit. Die Kinder sind ihr ans Herz gewachsen: „Ich werde sie vermissen.“

Die in Ostbevern geborene und in Altenberge aufgewachsene Plettendorf studierte von 1971 bis 1974 die Fächer Sport, Mathematik und Biologie in Münster und Kiel. Außerdem unterrichtete sie später auch Religion, Kunst und Englisch.

Kiel war schön, aber das Münsterland noch schöner: Deshalb kehrte Dörthe Plettendorf nach ihrem Studium zurück und startete an der Kardinal-von-Galen-Hauptschule in Nordwalde ins Berufsleben. Als aus der Haupt- eine Gesamtschule wurde, wechselt Dörthe Plettendorf die Schulform – ab 1995 unterrichtete sie an der Bismarck-Grundschule in Burgsteinfurt.

„Das war eine sehr gute Entscheidung“, sagt Plettendorf mit Blick auf den Wechsel der Schulform. „In der Grundschule ist man noch näher am Kind.“ Die Beziehungsarbeit nehme einen wesentlichen größeren Teil ein als an einer weiterführenden Schule.

Die 1998 eröffnete Borndalschule arbeitete von Beginn an integrativ. Zu Spitzenzeiten waren es 15 Kinder mit verschiedenen Behinderungen, die in den Unterricht integriert wurden. Plettendorf: „Das war eine große Herausforderung.“ In den Anfangsjahren wurde der Unterricht in den meisten Fächern mit zwei Lehrkräften erteilt. „So war effektives Arbeiten gut möglich.“ Derzeit werden neun Kinder mit Beeinträchtigungen an der Borndalschule unterrichtet. Nur für Einzelstunden steht eine Förderkraft zur Verfügung.

Von dem in der Borndalschule seit vielen Jahren praktizierten integrativem Modell ist die Pädagogin überzeugt – auch mit Blick auf die Übergangsquote. 40 bis 47 Prozent der Kinder wechseln zu einem Gymnasium. Von diesen hat Plettendorf überwiegend positive Rückmeldungen erhalten. „Insbesondere die soziale Komponente wird hervorgehoben.“ Die Kinder lernen früh alle Facetten des Lebens kennen.

Eine der größten Veränderungen in 44 Lehrer-Jahren? Der Leistungsgedanke vieler Eltern hat insbesondere nach 2008 noch einmal zugenommen. Denn zu diesem Zeitpunkt trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Viele Eltern, sagt Plettendorf, hätten Sorge, dass die Kinder nicht genug lernen. Doch ihre Erfahrungen in der Borndalschule widerlegen diese Befürchtungen, betont Dörthe Plettendorf.

Unabhängig vom Thema Inklusion habe sich in der Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten einiges geändert: Es gebe viele Trennungskinder, die Berufstätigkeit der Eltern habe zugenommen und die Betreuungszeiten seien länger geworden. „Wir müssen dafür sorgen, dass bei uns alle Kinder gut versorgt werden“, betont Plettendorf. Und das sei nur in einem guten Team möglich, dass ihr in den vergangenen Jahren immer zur Seite stand, freut sich die künftige Pensionärin über ihre Mannschaft.

Doch nun ist Schluss – wenn Dörthe Plettendorf Ende Januar in den Ruhestand wechselt, ist sie gut vorbereitet: „Ich falle in kein Loch.“ Plettendorf treibt viel Sport, singt in dem münsterischen Chor „Primavera“, liest gerne und kann demnächst öfter ihre Kinder und Enkelkinder besuchen.

Ab Anfang Februar wird man Dörthe Plettendorf für einige Zeit nicht mehr in Altenberge sehen. „Ich erfülle mir einen Traum und wohne drei Monate in Rom“, fiebert sie schon ihrem Trip nach Italien entgegen. Dort legt sie jedoch nicht nur die Beine hoch. „Ich habe bereits einen dreiwöchigen Italienisch-Kurs belegt.“ Gebucht hat sie allerdings nur den Hinflug nach Rom. Der Trip kann also kürzer oder auch länger ausfallen . . .

Samstag, 19.01.2019

Wie schütze ich mein Kind vor sexuellem Missbrauch?“ Diese Frage beschäftigt alle Eltern immer wieder.

50 interessierte Eltern interessierten sich für Vorbeugemaßnahmen, wie sie ihre Kinder von sexuellem Missbrauch schützen können.
 
50 interessierte Eltern interessierten sich für Vorbeugemaßnahmen, wie sie ihre Kinder von sexuellem Missbrauch schützen können. Foto: Veranstalter

„Wie schütze ich mein Kind vor sexuellem Missbrauch?“ Diese Frage beschäftigt alle Eltern immer wieder.

Die Borndalschule bietet im Rahmen von Vorbeugemaßnahmen alle zwei Jahre für die3. und 4. Jahrgänge das Projekt „Mein Körper gehört mir“ an. Die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück, die dieses Projekt vor 25 Jahren für Schulen entwickelt hat, wurde auch in diesem Jahr gebucht. In drei aufeinander fol genden Wochen werden den 3. und 4. Jahrgängen der Borndalschule sowie den 4. Klassen der Johannesschule Szenen vorgespielt, in denen es um sexuelle Übergriffe geht.

Etwa 50 Eltern waren der Einladung zum Elternabend gefolgt. Hier konnten sie sich ein Bild von dem Projekt machen, da ihnen alle Theaterszenen vorgeführt wurden. Die beiden Schauspieler Kathrin Marhofen und Juri Burger spielten die unterschiedlichsten Rollen sehr überzeugend. Und sie bezogen die Eltern aktiv in Gespräche mit ein.

Viele Eltern versammelten sich im Anschluss am Informationstisch, um sich weitere ergänzende Materialien anzuschauen.

Sie erfuhren von der „Nummer gegen Kummer“ und zeigten sich zufrieden, dass jedes Kind diese Kinder-Notrufnummer am Ende des Projektes erhalten werden.