Grundsätze des Lernens

Grundsätze des Lernens

Das grundlegende Ziel unserer schulischen Arbeit ist es, allen Schülerinnen und Schülern eine umfassende Bildung zu vermitteln. Dabei sind für uns das Lehren von sozialer und fachlicher Kompetenz zwei aufeinander bezogene Aufgaben. Eine gute Schule vermittelt grundlegende fachliche und überfachliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Sie vermittelt Lernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen wie die Fähigkeit und Bereitschaft zu lebenslangem Lernen, Anstrengungsbereitschaft und Leistungswillen.

Darüber hinaus muss sie Hilfen geben zur Entwicklung einer mündigen und sozial verantwortlichen Persönlichkeit mit Kooperationsfähigkeit und Hilfsbereitschaft.

Prinzipien des Unterrichts

Die Richtlinien und Lehrpläne des Landes enthalten die verbindlichen Vorgaben für die Unterrichts- und Erziehungsarbeit unserer Schule.

Für die Grundschule wird der Erziehende Unterricht als übergreifendes Prinzip des „Lehrens und Lernens“ ausgewiesen.

Kinder sollen aktiv und konstruktiv lernen, d.h. sie sollen sich mit den Lerninhalten und Lernsituationen „aktiv auseinandersetzen und ihr eigenes Wissen konstruktiv aufbauen“ (siehe Schriftenreihe Schule in NRW Nr. 9029, S. 15).

Unterricht muss also sowohl kognitiv-systematisch, als auch situiert- lebenspraktisch aufgebaut sein.

Das bedeutet für die Grundschule, Unterricht muss Kinder befähigen, entdeckend und eigenverantwortlich Inhalte zu erschließen. Das Prinzip des ermutigenden Lehrens ist dabei selbstverständlich.

Differenzierung ist ein pädagogisches Muss, denn Schülerinnen und Schüler sollen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit gefördert und gefordert werden, damit einhergehend die Förderung von Chancengleichheit und sozialer Integration.

„Das schließt sowohl den Ausgleich von Lerndefiziten und die besonderen Hilfen für Schülerinnen und Schüler mit Lernrückständen als auch die Förderung von herausragenden Leistungen und besonderen Talenten und Neigungen ein“ (siehe Schriftenreihe Schule in NRW Nr. 9029, S. 10).

Formen des Unterrichts

Die Kinder werden im Klassenverband unterrichtet. Hauptverantwortlich für eine Klasse ist die Klassenlehrerin.

Da jeweils die Parallelklassen durch einen Gruppenraum verbunden sind, findet auch nach Absprache klassenübergreifender Förderunterricht statt.

Im ersten Schuljahr werden der Tagesplan und später die Wochenplanarbeit eingeführt.

Vorher haben die Kinder Partner- und Gruppenarbeit kennen und üben gelernt.

Das freie Vortragen und Sprechen und das Zuhören lernen sie im Morgenkreis, der mindestens einmal in der Woche durchgeführt wird.

Freiarbeitsphasen, in denen sich Kinder aus Angeboten nach Interessenslagen weiterbilden und informieren, sind selbstverständlich.

Projektorientiertes, fächerübergreifendes Lernen ist ein wesentlicher Bestandteil des heutigen modernen Unterrichts und wird in den Klassen umgesetzt. Ziele dieser offenen Unterrichtsformen sind die kindlichen Interessen, Erfahrungen und kindliche Kreativität stärker im Unterrichtsgeschehen zu berücksichtigen, d.h. kindorientiert zu arbeiten.

Die Arbeitspläne und Leistungskonzepte der einzelnen Fächer können nach Absprache in der Schule eingesehen werden.

Das Gemeinsame Lernen

Die Borndalschule hat es sich von Anfang an zur Aufgabe gemacht Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf inklusiv zu unterrichten. Das Schulgesetz für das Land NRW aus dem Jahr 2006 benennt die allgemeine Schule als Ort der sonderpädagogischen Förderung. Gemeinsamer Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf kann die Schulaufsichtsbehörde mit Zustimmung des Schulträgers an einer allgemeinen Schule einrichten, wenn die Schule dafür personell ausreichend ausgestattet ist.

Kinder mit folgenden Förderschwerpunkten können den Gemeinsamen Unterricht besuchen:

  • Lernen
  • Sprache
  • Emotionale und soziale Entwicklung
  • Hören und Kommunikation
  • Sehen
  • Geistige Entwicklung
  • Körperliche und motorische Entwicklung

Die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs und die Festlegung des Förderschwerpunktes sowie des Förderortes erfolgt durch ein AO-SF Verfahren und wird von der Schulaufsicht entschieden.

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden im Gemeinsamen Lernen an der Grundschule je nach Förderschwerpunkt zielgleich (nach den Richtlinien der Grundschule) oder zieldifferent (nach den Richtlinien der jeweiligen Förderschule) unterrichtet.

Um den unterschiedlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, planen die Kolleginnen in wöchentlichen Teamsitzungen die Unterrichtsinhalte mit den nötigen Unterrichtsdifferenzierungen. Im Unterricht bieten sich innere und äußere Differenzierungsformen an.

Im Rahmen innerer Differenzierung gibt es Methoden wie Wochenplanarbeit, Lernen an Stationen und Freiarbeit.

Äußere Differenzierungsformen sind die Arbeit in Kleingruppen sowie Einzelförderung, in denen spezifische  Förderbedürfnisse berücksichtigt werden (Grapho- und Mundmotorik, Förderung der Lese- und Rechenkompetenz, auditive Übungen, Training des Lern- und Arbeitsverhaltens und Förderung der Selbstständigkeit und des Selbstwertgefühls). Weiterhin werden integrative Angebote wie z.B. das Spaßturnen, Kochen und der Leseclub bei ausreichenden personellen Ressourcen durchgeführt.

Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die zusätzlich Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags benötigen, erhalten diese durch eine Integrationskraft.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung für Schulanfänger können sich Eltern über den Gemeinsamen Unterricht informieren und bei Bedarf einen Termin für ein persönliches Gespräch mit der Schulleitung und einer Sonderpädagogin vereinbaren.

Die Sonderpädagogin besucht nach Möglichkeit die Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf vor Schuleintritt oder in den ersten Schulwochen und bietet den Eltern ein ausführliches, individuelles Informationsgespräch an.

In der Borndalschule finden regelmäßig Fachkonferenzen „Gemeinsames Lernen“ (GL) statt, in denen sich die am GL beteiligten Lehrkräfte austauschen und verschiedene Maßnahmen planen. Auf regionaler Ebene werden Veranstaltungen des Arbeitskreises GL in Zusammenarbeit mit dem Schulamt angeboten, in denen sich die im GL tätigen Kolleginnen engagieren.

Förderkonzept für das jahrgangsbezogene Arbeiten

In der Woche vor den Herbstferien werden die Förderpläne erstellt. Diese gelten bis zu den Weihnachtsferien. Danach werden sie neu überprüft und fortgeschrieben. Die Förderpläne liegen zur Einsicht den Schülerakten im Sekretariat bei.

Die differenzierte Förderung erfolgt weitgehend im Klassenverband. Dabei können Lehramtsanwärter/innen oder Praktikant/innen individuelle Fördermaßnahmen für einzelne Schüler oder kleine Gruppen in Absprache mit der Klassenlehrerin übernehmen.

Den Kindern werden schulintern erstellte Arbeitshefte für die Freiarbeitsphasen zu Verfügung gestellt. Diese bearbeiten die Kinder in ihrem Tempo. Thematik und Inhalt der Arbeitshefte werden den Fähigkeiten der Kinder entsprechend erstellt. Durch offene Unterrichtsformen von Anfang an, können die Kinder entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert werden.

Der Sportförderunterricht wird in einer zusätzlichen Stunde erteilt.

Bei besonders leistungsstarken Schülern wird der einjährige Verbleib in der Schuleingangsphase angestrebt. Dies gelingt durch eine Öffnung der jeweiligen Lehrwerke. Dies bedeutet, dass diese Kinder die Unterrichtsinhalte der ersten beiden Schuljahre eigenständig in einem Jahr erarbeiten. Ferner haben sie die Möglichkeit in den Kernfächern am Unterricht der höheren Jahrgangsstufe teilzunehmen (Drehtürenmodell). Die Klassenlehrerin beobachtet genau den Lernprozess und führt frühzeitig Gespräche mit den Eltern. Der Zeitpunkt des endgültigen Wechsels in die nächst höhere Jahrgangsstufe wird individuell, dem jeweiligen Schüler entsprechend, bestimmt.

Bei Schülern, bei denen sich eine eventuelle dreijährige Verweildauer in der Schuleingangsphase abzeichnet, werden frühestmöglich und kontinuierlich Elterngespräche geführt. Der genaue Zeitpunkt des Wechsels in eine andere Lerngruppe wird ebenfalls individuell, dem jeweiligen Schüler entsprechend bestimmt.

Informationen zu fachlich didaktischen Inhalten sowie Aspekten zur Leistungsbeurteilung können in den jeweiligen Arbeitsplänen und Leistungskonzepten der Fächer nachgelesen werden.